Sanierte BGL 3 am Abtsdorfer See: Verantwortung für Region, Mensch und Natur

Die ganzheitlichen Maßnahmen wurden aus einer Hand geplant und gelenkt: von der Roland Richter Ingenieur GmbH.

Über eine umfassend sanierte, sichere und nachhaltige Kreisstraße BGL 3 am Abtsdorfer See freuen sich u.a. Landrat Bernhard Kern (3.v.r.) und Roland Richter (5.v.r.).

Mit der Freigabe der Kreisstraße BGL 3 nach sieben Monaten Bauzeit wurde ein bedeutendes Infrastrukturprojekt im Berchtesgadener Land erfolgreich abgeschlossen und ein neues Kapitel für Verkehrssicherheit und Umweltschutz aufgeschlagen. Die Roland Richter Ingenieur GmbH aus Freilassing war mit der Gesamtplanung beauftragt und begleitete das Projekt von der ersten Idee bis zur letzten Bauabnahme. Das Ergebnis ist eine modernisierte Verkehrsachse, die nicht nur den gestiegenen Anforderungen an Belastbarkeit gerecht wird, sondern auch den Schutz der natürlichen Umgebung und der Menschen in den Mittelpunkt stellt. 

Sichere Straße, nachhaltig geplant

Die Strecke entlang des Abtsdorfer Sees zwischen Steinbrünning und Oberheining wurde baulich ertüchtigt, die Belastungsklasse erhöht und die Straßenentwässerung vollständig erneuert. Doch das Projekt ging weit über klassischen Straßenbau hinaus: In enger Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt Traunstein und dem Landratsamt Berchtesgadener Land wurden gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit umgesetzt. Besonders im Fokus: die Sicherheit von Schulkindern und Fußgängern. Zwei ganzjährig geltende Tempo-50-Zonen – eine im Bereich der Bushaltestelle bei Oberheining, die andere an der Einmündung Abtsdorf – sorgen nun für durchgängige Entschleunigung und einen geschlossenen Sicherheitskorridor entlang des Sees. Damit wurde nicht nur ein gerichtlicher Auftrag erfüllt, sondern auch ein deutliches Zeichen für vorausschauende Verkehrsplanung gesetzt. 

Kanalisation mit neuem System

Parallel dazu wurde die Kanalisation von einem Misch- auf ein Trennsystem umgestellt. Die Roland Richter Ingenieur GmbH plante und koordinierte den Neubau von Schmutzwasserkanälen im Bereich der Freizeitanlage sowie östlich des Sees. Der bestehende Mischwasserkanal wird künftig als Regenwasserkanal genutzt, eine intelligente Umnutzung, die Ressourcen schont und gleichzeitig neue Standards setzt. Für die Vorreinigung des Oberflächenwassers vor der Einleitung in den See wurden zwei Retentionsbodenfilteranlagen sowie Lamellenklärer errichtet. Diese technischen Anlagen sorgen dafür, dass Schadstoffe aus dem Niederschlagswasser zuverlässig entfernt werden, bevor sie das empfindliche Ökosystem des Abtsdorfer Sees erreichen. 

Regenwasser sauber in den See

Auch flankierende Projekte wurden im Zuge der Maßnahme realisiert: Die Roland Richter Ingenieur GmbH plante den Neubau eines Schmutzwasserkanals zur Anbindung der Ortsteile Fisching und Thannberg sowie die Erneuerung der Trinkwasserleitung vom Brunnen Lauterbrunn entlang der BGL 3. Besonders hervorzuheben ist die neue Retentionsbodenfilteranlage im Bereich der Freizeitanlage, die den bisherigen Regenklärteich ersetzt und das Niederschlagswasser aus Oberheining und Moosham effizient vorreinigt. Die Genehmigungen umfassten neben wasserrechtlichen Anträgen auch artenschutzrechtliche Prüfungen und landschaftspflegerische Begleitpläne, ein Beleg für die ganzheitliche Herangehensweise des Projekts. 

Langfristige Lösung

Die Roland Richter Ingenieur GmbH übernahm sämtliche Leistungsphasen: von der Planung über die Ausschreibung und Vergabe bis hin zur Bauoberleitung und örtlichen Bauüberwachung. Mit technischem Know-how, regionaler Erfahrung und einem klaren Blick für nachhaltige Lösungen wurde ein Projekt realisiert, das die Region langfristig stärkt. Landrat Bernhard Kern zeigte sich bei der Freigabe zufrieden: „Besonders am Herzen liegt mir die Sicherheit der Schulkinder. Mit den getroffenen Maßnahmen haben wir die optimalen Voraussetzungen für einen sicheren Schulweg geschaffen.“